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Sonntag, 20. April 2008
Desolat
diagonale, 21:34h
Nase dicht, Nebenhöhlen dicht, Stirnhöhlen dicht, Lunge dicht, Kopfschmerzen, 38,5°C Fieber. Liege seit Jahren das erste Mal einen ganzen Tag im Bett, weil ich es woanders kaum aushalte. Ich bin stolz, dass ich mittlerweile die Buchstaben des Internets entziffern kann.
Und dabei hätte ich heute so gerne mit G. den Balkon bepflanzt und mir dann bei Tee und/oder Eis und Sonnenschein die wunderschönen, pinken Puschelblumen beguckt, die wir uns gestern ausgesucht haben. Aber nein, statt dessen kribbelt, quietscht und knistert meine Nase, was auch schon das unterhaltsamste des Tages ist. Mach das bitte einer weg! ... link (7 Kommentare) ... comment
Freitag, 18. April 2008
Post-Elternsprechtag
diagonale, 19:55h
Vielleicht sollte ich mir jetzt mal ein bisschen Mut oder Gelassenheit antrinken. Ich weiß noch nicht, was gerade nötiger wäre. Jedenfalls hatte ich eigentlich gedacht, ich könne meiner Tochter vertrauen und sie hätte schulisch so alles rundrum im Griff. Ich hatte auch gar nicht erwartet, nur Lob zu kassieren und in wohlwollend glänzende Lehreraugen gucken zu können. Aber so ein bisschen mehr Optimismus hatte ich von deren Seite schon erwartet. Einhellige Meinung: "Erstaunlich, dass sie zuweilen sogar recht ordentliche schriftliche Leistungen zeigt. Sie muss ein sehr gutes Auffassungsvermögen haben, dass sie so viel mitbekommt, denn im Unterricht wird nur gelangweilt aus dem Fenster geguckt oder gequatscht. Die Hausaufgaben sind lückenhaft oder kommen gar nicht. Meine Nachrichten an Sie kommen nie unterschrieben zurück und Klassenarbeitshefte kommen nur gelegentlich mal vor. Sie ist bei weitem nicht dumm. Nur hapert es seit einigen Monaten an ihrer Arbeitseinstellung. So kann es nicht weiter gehen, denn das was kommt reicht für eine Versetzung leider nicht aus.
Einziger Lichtblick war der Besuch bei der Biolehrerin, die ich zufälligerweise selbst früher im Bio-LK hatte und damals schon heiß und innig liebte. Wir sprachen 3 Minuten über meine Tochter, fanden eine taktische Lösung und plauderten dann über alte Zeiten und entdeckten, dass die Lehrerin manchmal mit meinen Sozusagen-Ex-Schwiegereltern wandern geht. Und auch, dass ich ihr manchmal mit einigen Produkten meiner Firma aushelfen könnte. Langsam wurde es vor des Tür des Klassenraumes immer lauter, was für eine wachsende Warteschlange sprach. Ich sagte, ich müsse nun wohl lieber mal gehen. Aber sie lachte mich nur mit leuchtenden Augen an und meinte: "Ach was, ihre Tochter ist eben ein besonders schwieriger Fall!" Na danke, dachte ich mir. Das hab ich heute so ähnlich schon öfter gehört. ... link (10 Kommentare) ... comment
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recording time: 7359 Tage
last track: 2014/01/25 19:09 on stage
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